Bild- und Textverständlichkeit

Die angewandte Forschung zur Bild- und Textverständlichkeit an der Hochschule Merseburg hat die direkte Umsetzung im visuellen Informationsdesign von Dokumenten im Blick. Ziel ist es, Probleme der Bildverständlichkeit und die Wechselwirkung der Informationsvermittlung in Text-Bild-Beziehungen zu erforschen, um Gestaltungsrichtlinien für Informationsprodukte zu entwickeln, damit diese möglichst von einem großen Nutzerkreis rezipiert werden können.

Die Zielgruppe „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ bietet sich für die Forschung an, weil sie aufgrund kognitiver Einschränkungen meist nur über geringe Sprach- und Lesekompetenzen verfügt. Dies hat zur Folge, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten die Inhalte medialer Angebote häufig nur aus dem bildlichen Code generieren können.

In der Forschung werden deshalb Bilder auf der pragmatischen Ebene hinsichtlich der Bildfunktionen, auf der semantischen Ebene hinsichtlich ihrer Bedeutungsschichten und auf der syntaktischen Ebene hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit in der Sprache-Bild Verknüpfung betrachtet. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit sollen zeigen, wie Menschen mit Lernschwierigkeiten den bildlichen Code wahrnehmen und verstehen, um daraus einen Theorierahmen bzw. Grundlagen für die Bildgestaltung in Abhängigkeit der Bildverwendung für andere Zielgruppen (d. h. für die Mehrheit der Menschen) abzuleiten.

Im Folgenden werden Studien zur Bildverständlichkeit kurz vorgestellt. Bei tiefergehendem Interesse wenden Sie sich bitte an:
Kerstin Alexander, Professorin für Grafikdesign (kerstin.alexander@hs-merseburg.de) oder
Cordula Wünsche, Wissenschaftliche Mitarbeiterin (cordula.wuensche@hs-merseburg.de)